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Themenpaket "1938"
Meldungen und Hintergründe zum 75. Jahr-Gedenken zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich
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Umstritten: Das "Heil Hitler" Kardinal Innitzers
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Die vor 75 Jahren - am 18. März 1938 - veröffentlichte "Feierliche Erklärung" der österreichischen Bischöfe, in der mit Blick auf die "Volksabstimmung" von den "gläubigen Christen" ein "Bekenntnis zum Deutschen Reich" gefordert wurde, bleibt ein dunkler Fleck in der neueren österreichischen Kirchengeschichte. Historiker sehen in ihr ein besonders bitteres Fehlurteil über die wahren Absichten des NS-Regimes.
Die Genese der Erklärung zeigt einen Prozess aus Gutgläubigkeit und Überrumpelung, Einschüchterung und letztlich Ernüchterung. "Helden waren wir keine" - mit diesen Worten tiefer Enttäuschung kommentierte der damalige Salzburger Erzbischof Sigismund Waitz unmittelbar nach den ersten Geschehnissen des "Anschlusses" den Fehler.
Zwei Tage nach dem Einmarsch der deutschen Truppen traf Adolf Hitler am 14. März 1938 in Wien ein, wo es zu einer kurzen Begegnung mit Kardinal Theodor Innitzer kam. Innitzers Sekretär und engster Vertrauter, Jakob Weinbacher, führte über die Märzereignisse Tagebuch: Im Hotel Imperial "begrüßte der Kardinal zuerst den Führer und brachte ihm dann die Bereitschaft der Katholiken zum Ausdruck, loyal zum neuen Staate zu stehen. Der Führer äußerte sich befriedigt".
Ergebe sich eine "gute Zusammenarbeit" zwischen Kirche und Staat - notierte Weinbacher -, "dann könnte dieser religiöse Frühling sich auf das Altreich auswirken". Eine Erklärung der Bischöfe, in der die Gläubigen zur Loyalität gegenüber dem neuen Staat aufgerufen werden sollten, sollte den Weg für einen solchen "Frühling" ebnen. Dass die aus NS-Ideologie und Terror zusammengezurrte totalitäre Herrschaft vielmehr alles Humane und Heilige auszulöschen trachtete, lernten die Bischöfe erst allmählich zu begreifen.
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