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Wien, 18.06.2012 (KAP) Caritas-Präsident Franz Küberl hat an Österreichs Regierung appelliert, sich beim bevorstehenden "Rio+20"-Gipfel für ein "Menschenrecht auf Nahrung" und verbindliche Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels stark zu machen. "Ernährungssicherheit muss ganz oben auf die Agenda", forderte Küberl am Montag in einer Aussendung. Dazu gelte es, der Spekulation auf Nahrungsmittel wie auch dem "Landgrabbing", bei dem global agierende Unternehmen vor allem in Entwicklungsländern im großflächigen Stil Agrarland aufkaufen, ein Ende zu setzen. Insgesamt müsse die weltweite Wirtschaft "auf Nachhaltigkeit und Fairness ausgerichtet" werden, so der Caritas-Präsident.
Der UN-Nachhaltigkeitsgipfel in Rio startet am kommenden Mittwoch. Zehntausende Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beraten dabei über drängende Probleme im Bereich Umwelt, Ressourcen und Klima und neue Wege für eine nachhaltige Entwicklung. Für die österreichische Regierung nehmen Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Außenamts-Staatssekretär Wolfgang Waldner an dem Gipfel teil.
Die Staatengemeinschaft will sich beim Gipfel auch auf einen Fahrplan für die Zeit ab 2015 verständigen. Dann laufen die acht UN-Millenniumsziele aus dem Jahr 2000 aus, die unter anderem vorsahen, bis 2015 die Zahl der Hungernden weltweit zu halbieren.
Für die Zeit nach dem Ablauf der "Millennium-Entwicklungsziele" müsse sich die internationale Staatengemeinschaft auf Nachfolgeziele verständigen, die den Kampf gegen den Hunger in den Mittelpunkt stellen, betonte Caritas-Präsident Küberl. Weltweit leiden seinen Angaben zufolge nach wie vor 925 Millionen Menschen an Hunger. 7.000 Kinder sterben täglich an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Eine Zukunft ohne Hunger müsse daher "oberste Priorität der politischen Entscheidungsträger werden", so Küberl.
Kathpress-Schwerpunkt zum UN-Gipfel: www.kathpress.at/rioplus20

