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Vatikanstadt-Wien-London, 27.01.2012 (KAP) Bei den Unruhen in Syrien ist ein orthodoxer Priester ums Leben gekommen, wie "Radio Vatikan" berichtet. Der Priester Basilios Nassar sei in der Ortschaft Kafr Buhum getötet worden, als er einem verletzten Mann zu Hilfe kommen wollte.
Bei der gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskräften und Regimegegnern seien in der Ortschaft insgesamt 24 Menschen ums Leben gekommen. Regimegegner und Sicherheitskräfte beschuldigen einander, für die Gewalt verantwortlich zu sein. In der Regel halten die Christen in Syrien weiterhin zum Regime, weil sie ein Auseinanderbrechen des Landes bzw. eine Machtübernahme von radikalen Muslimen fürchten.
Aus der Stadt Homs gibt es Berichte über Angriffe von Salafisten auf Christen. Wie die Stiftung "Pro Oriente" am Freitag berichtet, wurden in der Vorwoche vier Christen entführt. Die Terroristen hätten gedroht, die Entführten zu töten. Bereits im Herbst des Vorjahres waren nach den Freitagsgebeten in syrischen Städten Sprechchöre des Inhalts "Christen nach Beirut, Alawiten in den Sarg" zu hören gewesen.
Der britische "Barnabas Fund" berichtete über das Schicksal von zwei Christen, die vor drei Wochen ebenfalls in Homs entführt worden waren. Einer - ein 28-jähriger junger Mann - sei erhängt aufgefunden worden, dem anderen - ein 37-jähriger Familienvater - hätten die Entführer einen Arm und ein Bein abgehackt.

