Druckansicht - Thursday 23. February 2012

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Wiener Hartmannspital unterstützt Spitalbau in Nigeria
Schwestern und Mitarbeiter des Ordensspitals sammelten ein Jahr lang für Hilfsprojekt von Pfarrer Emeakaroha
28.01.2012

Ordensschwestern, Mitarbeiter und Freunde des Wiener Hartmannspitals haben sich ein Jahr lang intensiv für Nigeria eingesetzt: Mit Flohmärkten, Benefizkonzerten und Spendenaktionen wurde für das Hilfsprojekt "Spitalbau in Nigeria" des aus Nigeria stammenden katholischen Priester Emeka Emeakaroha gesammelt. Dieser Tage wurde zur Spendenübergabe geladen: Ein Scheck über 8.000 Euro konnte Sr. Daniela Hornbachner Pfarrer Emeakaroha überreichen.


Mit dem Hilfsprojekt "Spitalbau in Nigeria" soll die grundmedizinische Versorgung in Ihitte auf den Weg gebracht werden. Ihitte ist ein Bezirk im Osten Nigerias, mit rund 70.000 Einwohnern. Derzeit gibt es nur einige wenige, zu kleine und schlecht ausgestattete Kliniken; viele Patienten sterben laut Pfarrer Emeakaroha auch nach wie vor an den Folgen mangelnder Hygiene.


Der Schwerpunkt des künftigen Spitals liegt bei ambulanten Behandlungen, Geburtshilfe und Augenbehandlungen. Träger sind die "Pfarrer Emeka Emeakaroha Stiftung", die "Diözese Okigwe" und der "Klosterschwesternorden der Töchter Marias, Mutter der Barmherzigkeit", wie auf der Website von Pfarrer Emeakaroha (www.emeka.at) zu lesen ist. Der Schwesternorden betreibt demnach eine Krankenschwestern- und Krankenpflegeschule und führt auch einige Spitäler in Nigeria. Die Schwestern werden für das neue Spital Personal bereitstellen.


Der Spitalsbau hatte im August 2010 begonnen; mittlerweile seien das Erdgeschoss fertig und der zweite Stock in Arbeit, berichtete Emeakaroha, Pfarrer im niederösterreichischen Obergrafendorf, bei der Scheckübergabe im Hartmannspital. "Die Mauern wachsen täglich. Die Arbeiter dort leisten Unglaubliches: Ziegel werden vor Ort gebrannt und in der Sonne getrocknet, Zement wird händisch angerührt", so der Geistliche. Angesichts der anhaltenden Gewalt in seinem Heimatland feierte er auch eine Friedensandacht im Ordensspital.


Hartmannspital sammelt Brillen


Mitarbeiter des Ordensspitals der "Franziskanerinnen von der christlichen Liebe", bekannt auch als "Hartmannschwestern", sowie die Ordensfrauen selbst wurden bereits 2009 auf die zahlreichen Hilfsprojekte von Pfarrer Emeakaroha aufmerksam. Damals nahmen sie u. a. an einem vom Geistlichen organisierten "Brillenprojekt" in Umunohu, im Osten von Nigeria, teil. Im Zuge des Projekts wurden Brillen für die Menschen in Nigeria gesammelt, gereinigt und vermessen.


Auch im nächsten Jahr wollen Mitarbeiter und Schwestern des Hartmannspitals das Projekt wieder unterstützen und dazu im Frühjahr 2013 auch direkt nach Nigeria reisen. Seit 2011 wurden im Ordenskrankenhaus mehr als 1.500 Brillen gesammelt. Wer diverse Sehbehelfe und Brillenrahmen nicht mehr braucht, kann diese im Hartmannspital abgeben. (Infos: www.hartmannspital.at bzw. www.emeka.at)


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